Krank im Bett

Seit längerer Zeit schon schlage ich mich mit gesundheitlichen Problemen rum. Von Anibiotika habe ich langsam aber sicher die Nase voll. Mein Hintern tut schon weh vom Sitzen und Liegen auf Couch und Bett. Die Langeweile bringt mich dazu, mich wieder dem Schreiben zu widmen.

Wenigstens ein Gutes scheint diese Krankheitsperiode zu haben.

Ich habe das Aussehen meiner Blogs castalookontheworld.com und diesem hier verändert. So ganz ohne neue Postings konnte ich sie dann ja auch nicht lassen. Also ein kleines Update zu meinem Leben – das erste seit April. Uff.

Offensichtlich kann ich Arbeit und Freizeit noch nicht so gut vereinen. Nach der Arbeit im Café (mittlerweile bin ich dort Barleitung geworden), bin ich meist so erschöpft, dass ich zuhause kaum etwas unternehmen möchte. Ich verstehe so langsam Menschen, die nur noch für ihren Beruf leben und sich für nichts Anderes mehr motivieren können.

So ganz wie diese Leute will ich dann aber auch nicht werden. Tanzen ist und bleibt ein großer Bestandteil meines Lebens. Auch wenn ich zur Zeit nicht hingehen kann – blöde Krankheit. Und das auch noch jetzt, da ich im Gold Star Kurs bin. Es gibt echt genug nachzuholen und Neues zu erlernen. Jede Stunde ist anspruchsvoll. Das Beste ist aber, dass es mir auch nach vier Jahren immer noch unglaublich viel Spaß macht.

Zur Zeit kann ich leider nicht so oft das Haus verlassen. Nach nur 10 Minuten spazieren gehen bin ich total erschöpft und muss mich eine längere Zeit ausruhen. Doch die frische Luft und die wenigen Sonnenstrahlen im Spätherbst sind es wert. Außerdem ist da die tolle Herbstfärbung der Bäume, auf die ich mich jedes Jahr freue. In unserer Gegend gibt es zwei Häuser, vor denen japanischer Ahorn wächst. Soooo schön! Da fühle ich mich gleich besser.

 

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Ein bisschen Hanami in Deutschland

Gestern war ich mit Daniel im japanischen Garten in Leverkusen. Das schöne Wetter hat uns nach draußen gezogen. Ich wollte sowieso mal wieder ein paar Fotos machen, also war das die perfekte Gelegenheit dazu.

Die Kirschblüten sind in Leverkusen dieses Jahr etwas spät dran. Viel hat noch nicht geblüht. Aber das, was da war, sah fantastisch aus und hat in Kombination mit dem tollen blauen Himmel ein paar super Fotos ergeben.

Aber auch ungeachtet der Kirschblüten konnte ich ein paar schöne Momente in der Sonne verbringen, Häschen und Entchen beobachten und die Wärme genießen. Mit dem Eis essen am Schluss haben wir den Nachmittag richtig gechillt ausklingen lassen.

Zuhause hat dann noch ein bisschen Gartenarbeit auf uns gewartet. Denn im Gegensatz zu dem sehr gepflegten Garten in Leverkusen sieht unserer bei weitem nicht präsentierbar aus… Wir haben uns schon vorgenommen, da in nächster Zeit ein bisschen Arbeit reinzustecken. Dann ist es nicht nur in unserer Wohnung, sondern auch in unserem Garten gemütlich.

Wer weiß, vielleicht pflanze ich da auch in Kirschbäumchen hin. Dann kann ich vom Balkon aus Hanami machen. Wär das nicht was?

 

Einmal coffee to go bitte

Heute hatte ich einen sehr erfolgreichen und unterhaltsamen Probearbeitstag in einem Café in Köln-Ehrenfeld. Bereits auf dem Heimweg wurde ich angerufen: ich habe den Job bekommen und kann am 16.4. mit der Arbeit anfangen. Ich freue mich total! Jetzt muss ich nur noch meine Unterlagen zusenden und den Vertrag unterschreiben. Dann kann es offiziell losgehen.

Obwohl ich heute das erste Mal dort gearbeitet habe, habe ich mich in dem Café schon richtig wohl gefühlt. Die Leute, die vorbeikamen, waren größtenteils gut drauf und haben den ein oder anderen Scherz mit mir getrieben. Meine Latte-Herzchen wurden erst gegen Ende meiner Schicht als solche erkannt… *lach* Ich habe mir aber wirklich auch sehr viel Mühe gegeben! Mein Ziel des Tages war es, wenigstens einmal ein Herzchen hinzukriegen. Es hat zweimal geklappt!

Nun fange ich also mit diesem Mini-Job im April an. Leider werde ich vorerst nur für ein- bis zweimal die Woche gebraucht. Da sich die Kette allerdings im Raum Köln vergrößert, bin ich sehr zuversichtlich (und meine Chefin auch), dass ich schon bald etwas mehr Arbeitszeit bei ihnen bekomme. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf. Nicht zuletzt, weil meine direkte Vorgesetzte auch ein Katzen-Mensch ist. Besser hätt’s gar nicht laufen können.

 

Party in the house

Nachdem wir nun seit über einem halben Jahr in unserer neuen Wohnung sind, wird heute endlich die Einweihungsfeier stattfinden. Wird aber auch Zeit!

Soviel ist schiefgegangen, dass ich schon gar nicht mehr darüber denken, geschweige denn schreiben will. Am Ende artet das hier noch in einen Beschwerdebrief aus… und davon will ich heute nix wissen. Denn es heißt: Party!

Über die letzten Tage wurde schon fleißig aufgeräumt und geputzt. Das Einkaufen wurde gestern noch erledigt. Es fehlt noch das letzte Bisschen und dann kann es losgehen. Ich freue mich auf meine Freunde und ich freue mich darauf, neue, schöne Erinnerungen in dieser Wohnung zu machen. Los geht’s!

Im Suchmodus

Noch bevor ich letztes Jahr mein Studium beendet habe, hatte ich bereits damit angefangen, mich nach Jobs umzusehen. Knapp ein halbes Jahr nachdem ich mein Master Zeugnis erhielt, sieht es immer noch schlecht aus was Jobs angeht. Bin ich dazu verflucht, mich von einer Bewerbung zur nächsten zu quälen nur um irgendwann einen mittelmäßigen Job mit mittelmäßiger Zahlung zu bekommen? Wozu habe ich eigentlich studiert?

Naja, um ehrlich zu sein, war mir schon zu Beginn meines Studiums klar, dass es mit der von mir gewählten Fächerkombination nicht so einfach werden würde. Eigentlich habe ich nur studiert, weil ich unbedingt mal nach Japan wollte. Und da passt ein Japanologie Studium ganz gut rein. Anglistik war mein eigentliches Wunschfach. Das begleitet mich auch noch bis heute. Und ich bin auch gar nicht so schlecht darin, wenn man meinem „überdurchschnittlich guten“ Master Zeugnis Glauben schenken möchte.

Das Wozu hätten wir also geklärt. Der später dazugekommene Wunsch, tatsächlich was mit dem Fach zu machen und eine universitäre Karriere anzustreben, ist nicht ganz verflogen, aber nachdem ich 10 Jahre studiert habe, muss ich jetzt erst mal weg von der Uni.

Was nicht heißt, dass ich da nicht trotzdem gerne arbeiten würde. Aaaaaber, wie das Schicksal es so will, gibt es nur eine Handvoll Stellen in Deutschland, die für mich in Frage kämen – und die sind in den meisten Fällen nicht in meinem Bundesland. An das ich gebunden bin. Was keine gute Voraussetzung ist, wenn man sich von einem befristeten Vertrag zum nächsten arbeiten muss, um irgendwann mal die Chance zu bekommen, einen festen Vertrag in der Uni zu ergattern.

Kurz gefasst: nicht die besten Voraussetzungen für ein erfülltes Berufsleben.

Aber so schnell geb ich mich nicht geschlagen. Wenn’s mit der Lehre nicht klappt, muss halt was anderes her. Ich schreibe gerne, habe eine gute Allgemeinbildung und bin kreativ, also werde ich versuchen, ein Volontariat im Journalismus/Medien Bereich zu bekommen. Klar, dann heißt es erst mal wieder lernen und wenig Geld für viel Arbeit verdienen. Ein paar Verlage, Mediengesellschaften und Zeitungen gibt es hier ja. Da wird sich doch hoffentlich etwas finden, was mich glücklich macht. Vielleicht finde ich sogar meinen Traumjob?

In der Zwischenzeit kann ich aber nicht nur zuhause rumsitzen. Ich habe mich bei einigen Cafés beworben und hoffe, durch die Arbeit dort wieder ein bisschen unter die Leute zu kommen. Es wäre super, wenn das klappen würde. Ich bin selbst gerne in Cafés/Restaurants und habe auch schon während meiner Schul- und Studienzeit in einigen gejobbt. Es kommt alles mal wieder im Leben.

Heute hatte ich ein Bewerbungsgespräch in einem Café, das wirklich gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet. Deren Konzept ist sehr gut und das Ambiente was ziemlich angenehm. Mal sehen, vielleicht gefällt es mir da so sehr, dass ich in die Gastronomie gehe?

Eins ist klar: ich habe noch keine klare Vorstellung davon, wie mein Leben in Zukunft aussehen wird. Jetzt ist erstmal Suchen angesagt. Suchen nach einem Job, der mir gefällt, wo ich mich wohl fühle und der eben nicht mittelmäßig ist.

Bildquelle: bewerbungswissen.net